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20.04.2010

Gesundheit und Kultur in Bad Herrenalb

"Wer nicht genießt, wird ungenießbar"

Unter dem Motto „Gesundheit, Kultur und Besinnung“ gönnten sich 50 Frauen und Männer einen Aufenthalt in Bad Herrenalb im Nordschwarzwald.
Die Stadt verdankt ihren mittelalterlichen Ursprung der Gründung eines Zisterzienserklosters im Jahr 1149. Das ehemalige Kloster zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Baden-Württembergs. Einzelheiten über die Stadt, deren Geschichte und Besonderheiten erfuhren die Teilnehmer bei einer Stadtführung und einer abendlichen Information.
Unser Domizil, das „Hotel am Kurpark“, ließ bezüglich Unterbringung und Verpflegung keine Wünsche offen.
Die Halbtagsausflüge führten durch den schönen Schwarzwald über Berg und Tal nach Calw-Hirsau und Baden-Baden.
Hirsau ist als historische Stätte einstiger Baukunst weithin bekannt. Große Geschichte schrieb die um 830 gegründete Abtei. Die dreischiffige Basilika St. Peter und Paul, heute Ruine, war eine der größten romanischen Kirchen Südwestdeutschlands und Vorbild für viele andere Kirchen. In der heute noch kirchlich genutzten gotischen Marienkapelle ließen wir ein Marienlied erklingen.
In der weltbekannten Kurstadt Baden-Baden wurde die Gruppe zu den das Stadtbild prägenden Gebäuden wie Festspielhaus, Trinkhalle und Kurhaus geführt. Besonderen Eindruck machte die Besichtigung der Spielbank. Bedingt durch das warme Klima in Baden-Baden fanden wir den lang ersehnten Frühling und konnten uns an den Blumenteppichen in den Grünanlagen kaum satt sehen.
An den Nachmittagen genossen wir das warme Wasser in der Siebentäler-Therme von Bad Herrenalb. Großen Anklang fanden die Massagen und die regelmäßig stattfindende Wassergymnastik. Eine besondere Erfahrung war die Schwerelosigkeit beim Aqua-Healing, einer Wohlfühlmassage im 35 Grad warmen Wasser.
Die Fahrt nach Speyer nahm einen ganzen Tag in Anspruch. Nach einem Vortrag über Entstehung und Geschichte des Doms konnte jeder für sich das Weltkulturerbe (seit 1981) auf sich wirken lassen.
Einblick in jüdisches Leben vergangener Zeit vermittelte eine Führung im Judenhof. Er war einst kultisches Zentrum mit Männer- und Frauensynagoge. Das rituelle Kaltbad (Mikwe) ist komplett erhalten.
Die täglichen Morgenbesinnungen und geistlichen Einheiten vervollständigten das Programm. Beim Singen und Beten erlebten wir uns als Landvolkgemeinschaft. Viele humorvolle, aber auch besinnliche Beiträge bereicherten die Abende. Fern des Alltags war es eine Woche, die Körper, Geist und Seele gut getan hat.
 
Hanni Jäger
 

 

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