Katholische
Landvolk
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Augsburg
11.05.2010
Der Pfarrgemeinderat: Trumpf und Schatz der Pfarrei?!
Bericht vom Seminar für Pfarrgemeinderäte
„An uns soll es nicht liegen“, scheinen diese Frauen am Empfang der Landvolkshochschule Wies mit Pfarrer Remmele ausstrahlen zu wollen (siehe Bild). Sie alle sind Pfarrgemeinderatsmitglieder und hatten sich zwei Monate nach der PGR-Wahl in einem Wochenendseminar der Katholischen Landvolkbewegung fit gemacht für ihre Aufgabe. Ihre Erwartungen waren breit gestreut: Von konkreten Tipps für die Sitzungsleitung über die Stärkung der eigenen Spiritualität und den Geist im Gremium reichten die Wünsche. Alte Verkrustungen in der eigenen Pfarrgemeinde sollten aufgebrochen werden.
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| Wer so strahlt, gibt der Kirche Glanz. |
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| In der Kleingruppe wurden auch heiße Eisen nicht ausgespart. |
Mit einem Liedtitel von Kathi Stimmer-Salzeder sorgten sich andere mehr um das Miteinander: „Zusammenwachsen – zusammen wachsen“ hieß für sie die doppelte Herausforderung. Weil aber Lieder nicht in erster Linie zum Zitieren da sind, wurde unter Anleitung von Landvolkpfarrer Rainer Remmele auch viel und mit Begeisterung gesungen.
Bevor es im PGR um die Aufgabenbewältigung geht, sollte darauf geachtet werden, welche „Trümpfe“ denn Gott uns mit unserer Berufung mitgegeben hat. Wie damals bei Mose die Israeliten zum Aufbruch gerufen wurden, so ermutigt Gott uns auch heute zum Aufbruch. Gott würdigt uns, in dem er uns zutraut aus den Krisen unserer Zeit etwas Heilvolles zu machen.
Zusammen mit Landvolkreferent Roman Aigner beleuchteten die Pfarrgemeinderäte die Situation von heute, in die hinein uns Gott ruft: Für wen sind wir da? Was ist die Not und das Bedürfnis der Menschen? Was sind die Gegebenheiten der eigenen Pfarrgemeinde? Und in welche Kirche und Welt hinein sind wir berufen? Die Seminarteilnehmer zeigten sich hoch motiviert und scheuten auch schwierige Aspekte nicht. „Herde ohne Hirte“ – diese Beschreibung einer Teilnehmerin im Blick auf die momentane Bischofsvakanz treffe wohl auch auf viele Pfarreien zu.
Die Lust am Gestalten und am Ausprobieren hingegen war im Seminar richtig greifbar. Was Pfarrer Remmele zur Aussage „Ihr seid die Schätze der Kirche!“ veranlasste. Gerade deshalb riet Roman Aigner zu einer realistischen Einschätzung der eigenen Kräfte und der Handlungsmöglichkeiten vor Ort. Zu kostbar sind der Schatz des Engagements und das Geschenk der Motivation, als dass sie ohne Wertschätzung und Unterstützung verpulvert werden dürfen.
Der Blick der Teilnehmer/-innen ist außerdem geschärft worden für Menschen in unterschiedlichen Milieus, für die Brennpunkte der Welt sowie die unterschiedlichen Erwartungen an die Kirche. Konkrete Hilfestellungen über einen guten Sitzungsverlauf und über das zeitgemäße Instrument einer Projektarbeit rundeten die Inhalte ab. Am Ende waren sich die Teilnehmer einig: Egal ob frisch gewählt oder schon länger im Amt: „Wir sind bereit für diese Aufgabe und das Seminar hat uns viele Unsicherheiten genommen.“
Roman Aigner