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01.07.2010

Mit Leib und Seele Landvolkreferent
Karl Müller-Hindelang als Geschäftsführer verabschiedet

Karl Müller-Hindelang, KLB-Geschäftsführer und Bildungsreferent, wird sich zum 1. September 2010 beruflich verändern und als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Waltenhofen (Schwangau) tätig werden. Im Rahmen einer Diözesanversammlung haben rund 90 KLB-Delegierte auf seine 13 Jahre Tätigkeit als Bildungsreferent und sieben Jahre als KLB-Geschäftsführer Rückschau gehalten.

Einen Pilgerstab im Erinnerungs-Holzstückchen aus den Gruppen und Dekanaten erhielt Karl Müller-Hindelang zum Abschied.
Blumen für Ehefrau Sylvia
Vorstand und Referenten beim Sketch über den neuen Allgäu-Krimi "Wechseljahre".

Die Diözesanvorsitzenden Elisabeth Konrad und Marcus Öfele beschrieben ihn als einen Menschen, dem keine Arbeit zuviel und kein Weg zu weit war. „Karl ist ein brennender Mensch, es brannte ihm das Herz für die Anliegen des Ländlichen Raumes, der Kirche, des Glaubens,“ so Marcus Öfele im Rückblick. So sehr sie und viele Aktive im Landvolk den Abschied bedauern, so haben sie doch Verständnis für den Dienststellenwechsel. Nicht zuletzt verstehen sie das Bedürfnis nach mehr zeitlicher und räumlicher Präsenz Müller-Hindelangs in der Familie, die an vielen Wochenenden und Abenden ohne Vater und Ehemann klarkommen musste. Deshalb galten Dank und Anerkennung nicht nur Karl Müller-Hindelang selbst, sondern auch seiner Ehefrau Sylvia, die einen Blumenstrauß überreicht bekam, und den drei Kindern, die ebenfalls anwesend waren.

Die Ehrenamtlichen aus den Dekanaten und Ortsgruppen waren eingeladen, zum Abschied Holzklötzchen der lokalen Landvolkbewegung künstlerisch zu gestalten, die schließlich zu einem Pilgerstab zusammengesetzt wurden. Auch wenn dieser aufgrund der unhandlichen Höhe von 2,80 Meter nicht für die Bruder-Klaus-Fußwallfahrt, die Müller-Hindelang lange Jahre geleitet hatte, praxistauglich sein wird, beeindruckte das Ergebnis doch die Stifter und den Beschenkten gleichermaßen.

In einem Sketch skizzierten die Kollegen an der Landvolk-Dienststelle, Pfarrer Rainer Remmele und Roman Aigner Karl Müller-Hindelang als den Kommissar des nächsten Allgäu-Krimis vom Autorenduo Klüpfel und Kobr, der unter dem tiefgründigen Titel „Wechseljahre“ erscheinen soll. "Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem, sagt der Karl..." sangen Vorstandsmitglieder und spielten auf seine Kompetenz in Geschäftsführung und Qualitätssicherung an. „Wer an Allgäuer als Geschäftsführer hat, der braucht koi Qualitätssicherung, des wisset dia z’Mincha bloß it“, behauptete das Autorenduo und deutete manches Gefecht um knapper werdende Zuschüsse und neue Verfahren in der Erwachsenenbildung an.

Karl Müller-Hindelang seinerseits nahm in seiner Ansprache Bezug auf das Evangelium von der wundersamen Brotvermehrung. Zwölf gefüllte Körbe könne er als seine Ernte betrachten, geschenkt und angefüllt mit Beziehungen, guten Kontakten, „gottvollen“ Begegnungen und viel Musik, Lied und Klang. Gerade Letzteres ließ ihn zur Gitarre greifen und mit den Anwesenden das Lied „Den Tag leg ich in deine Hand“ zu singen.

In einem glanzvollen Gottesdienst erreichte die Verabschiedung noch einen weiteren Höhepunkt: Pfarrer Rainer Remmele übergab dem scheidenden Geschäftsführer eine in einen alten Holzstamm geschnitzte Krippendarstellung von dem Köngetrieder Künstler Franz Höchstätter.

Mehr Bilder von der Verabschiedung hier

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