20 Jahre Bruder-Klaus-Bildstock

Um die 400 Gläubigen kamen zum Gottesdienst

Ein sichtbares Zeichen ihres Patrons wollten die Verantwortlichen vom Katholischen Landvolk im Dekanat Schwabmünchen haben. So entstand vor 20 Jahren der Bruder-Klaus-Bildstock zwischen Schwabmünchen und Hiltenfingen. Die Standortfrage ergab sich natürlich nicht von heute auf morgen. Es wurden mehrere Standorte diskutiert. Doch dann gab es diese Lösung, ein Vorschlag des damaligen Vorsitzenden Stefan Kugelmann an die Stadt Schwabmünchen.

Entworfen hat den Bildstock Architekt Gerhard Birkle aus Schwabmünchen. Eine Arbeitsgruppe vom Kath. Landvolk hatte ihn seinerzeit erstellt.

Dem zwanzigjährigen Jubiläum des Bildstocks zu Ehren wurde ein Gedenkgottesdienst im Freien abgehalten. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst durch eine Gruppe des Musikvereins Schwabmünchen.

In seiner Predigt verwies Landvolkpfarrer Hubert Ratzinger auf den Weg des Heiligen. Er war Bauer, Offizier und Richter. Mit 50 Jahren spürte er Gottes Ruf. Seine Frau gab ihn frei. Er wollte ins Elsass gehen, aber auf dem Weg dorthin im Liestal riet ihm ein Bauer davon ab: Er solle zurück in den Ranft.

In der Nacht schlief er auf freiem Feld und sah einen weißen Turm, der Himmel und Erde verbindet – eine Vision, die er schon mit 16 Jahren gehabt hatte. Dann sah er einen feuerroten Himmel wie in Flammen und meinte, in seinem Inneren werde alles umgedreht. Von dieser Stunde an brauchte er keine Nahrung mehr. 

Ratzinger verwies darauf, dass trotz des Klimawandels weiter viele Ressourcen verschwendet werden. Klimaschutz werde weiterhin unterschätzt, der Mensch müsse seinen Lebensstil ändern. Bruder Klaus zeige uns, wie wenig der Mensch tatsächlich braucht. Der Bildstock soll uns helfen, dass der Funke Gottes in uns brennt und weiter hilft, Frieden zu stiften und das Notwendige zu tun. Zum Schluss bedankte sich Landvolkvorsitzender Hans Stegmann bei allen Mitwirkenden und Helfern für die regelmäßige Pflege.

 

Hermann Distler, Wehringen