Adventliche Feier in Gabelbach

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Zum Beginn der Adventszeit lud das Kath. Landvolk im Dekanat Dinkelscherben zu einer Andacht in die Kirche nach Gabelbach. Viele Interessierte kamen und waren auf die Auslegung des alten Liedes „Es kommt ein Schiff geladen“ gespannt. Sabrina Miller, Vorsitzende der Bewegung, begrüßte die Gäste und die Bildungsreferentin Jutta Maier, die durch den Abend führte. Zwei Bilder führten in das Thema ein: das Gemälde von Beate Heinen von 1992 „Ankunft des Herrn“ und ein voll beladenes Frachtschiff mit unzähligen Containern von Frauke Freind. Vision oder Realität, Überlieferung oder Glaube ins Heute übertragbar? Diese Überlegungen stellte Jutta Maier Strophe für Strophe vor. Das Schiff voll beladen, trägt Gottes Sohn und des Vaters ewiges Wort. Jeder Einzelne trägt im Innersten viel mit sich herum. In einer Meditation waren die Besucher eingeladen, sich über ihre Fracht Gedanken zu machen und auch zu überlegen, welche Fracht man gerne abwerfen würde. In der zweiten Strophe wird vom Segel der Liebe und dem Mast als Heiliger Geist gesungen. Maier lud ein, sich zu fragen, wo jeder für sich in der eigenen Gemeinde zu einem großen Segel beitragen kann oder durch Wegbleiben oder Zurückziehen für einige Löcher steht. Zu jedem Schiff gehört auch der Anker, der in der dritten Strophe besungen wird. Immer wieder spüren die Menschen, dass es nötig ist, einen Ankerplatz zu haben, sich auch in unruhigen Zeiten auf einen Halt ausrichten zu können.
In der Katholischen Kirche steht das Lied bei den Adventsliedern und wird daher nur bis zur dritten Strophe gesungen, bei den evangelischen Christen ist es ein Weihnachtslied, da die weiteren Strophen vom Weihnachtsgeheimnis künden.
Während Richard Kraus den Gesang mit der Orgel unterstützte, spielte er zu den Meditationen feine Musik auf dem Hackbrett.
Eine stimmungsvolle Adventsfeier der Landvolkbewegung im Dekanat Dinkelscherben in einem anderen Format als üblich in dieser so anderen Zeit.
Ulrike Eger, KLB Dinkelscherben