Wenn Du Deinen Schatten hinter dir lassen willst, wende dich dem Licht zu!
Spielerisch, bedrohlich, nicht zu fassen, scharf umrissen oder verschwimmend, düster… - und auf viele weitere Weisen wird Schatten wahrgenommen. Man kann sich im Schatten von anderen/m finden und auch selbst Schatten werfen. Warum? Weil wir selber vom Licht undurchdringliche Körper sind. Verläuft dann die Grenze von Schatten und Licht an uns / in uns? Schatten ist das dunkle Gegenstück zum nicht anfassbaren Licht. Das Unfassliche rührt an die Grenzen des naturwissenschaftlichen Denkens. Deshalb wohl sind Schatten und Licht auch Metaphern und Bilder in unserer christlichen wie in anderen Religionen.
Die KLB-Gruppe im ehemaligen Dekanat Meitingen wagt mit ihrem diesjährigen „Tag auf Ostern zu“ am 28.02.2026 ein spannendes Unterfangen. Sie hat im Vorfeld Menschen eingeladen, ihr Schattenbild zur Verfügung zu stellen und daraus personengroße Scherenschnitte erstellt. An diesem 2. Samstag in der Fastenzeit befassen sich die Gruppe, die Schattenspender und InteressentInnen mit Schatten und Licht, kreativ, mit gemeinsamem Essen und besinnlich im Blick auf Ostern. Das Ergebnis soll dann aber auch sichtbar sein: die Schattenrisse werden in der mit ihren gut 60 Jahren noch jungen Stettenhofer Kirche „Jesus, der Gute Hirte“ installiert.
Da werden sie dann im Licht Wirkung entfalten, den vorhandenen Kreuzweg ergänzen, mit auf dem Weg zum guten Hirten in der Apsis sein. Präsent und eingebunden in das Beten und Feiern der Gemeinde als Erinnerung an unser körperliches Dasein, in dem wir manche „Päckchen“ (oder eben auch Kreuze) tragen. Am Sonntag, 1. März, 8.30 Uhr werden die Schattenrisse im vom Chor mitgestalteten Gottesdienst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die biblischen Texte dieses Sonntags sprechen über Verheißung und Verwandlung ins Licht und könnten durchaus eine Deutung in den ganz persönlichen Schattenrissen finden.
Für Besucher wird an den Sonntagen (1./8./15./22./29.3.) der Fastenzeit die Kirche in Stettenhofen, jeweils zusätzlich zu den Gottesdienstzeiten am Nachmittag von 14.00 – 16.30 Uhr geöffnet sein – zum Schauen, Nachdenken, Meditieren, Impulse-aufnehmen, auch Nachfragen: Denn Menschen machen diese offenen Präsenzzeiten möglich. Geplant ist, dass die Schattenrisse zu Christi Himmelfahrt wieder abgenommen werden.


