Bibliolog in Sontheim

Mittwoch, 14. November 2018

Einmal Jünger sein und auf den Wegen von Jesus Christus mitgehen, das machte die katholische Landvolkbewegung im Sontheimer Generationenhaus möglich. Karina Till aus der Vorstandschaft leitete den „Bibliolog“. Eine Bibelreise, bei dem sich die Teilnehmer selbst in deren Rollen hautnah versetzen und auch mal von außen die Situation betrachten durften. Wie die Menschen vor 2000 Jahren lebten, welche Kleider sie trugen und das Umfeld war umschrieb zunächst die Leiterin.

Grundlage waren wenige Sätze, die Jesus zu seinen Jüngern sprach, für manche unglaubwürdig, unverständlich, fast unvorstellbar, von menschlicher Warte aus. So erfühlte sich die Gemeinschaft, was das bedeuten kann. Ihre Eindrücke „ließen den Text mit mehr Leben füllen“, so eine Teilnehmerin. Die Teilnehmer durften zwischen den Zeilen lesen, durften zuhören und sich inspirieren lassen. Jesu Werke hätten soviel Gutes gewollt, doch die Welt nehme es kaum wahr, bedauerte einer. Klar war ihnen die Aussage von Jesus: „Lasst euer Herz nicht verwirren, ich bin bei euch alle Tage“.

Begeistert war auch Landvolkseelsorger Pater Magnus Klasen über den aktiven, gegenseitigen Austausch. Es erweitere das Denken und öffnete neue Wege zur Eucharistie (Danksagung). Der Bibliolog zeigte viele Wege auf, freute sich Vorsitzender Andreas Ruf. „Gemeinsam fühlten wir uns getragen“. Für Karina Till war beeindruckend, dass jeder anders sei und die Worte der Bibel auf seine eigene individuelle Art und Weise auffasse. Das helfe jedem, die Botschaft besser zu verstehen. Getragen vom Segen des Kaplans Donatus Uzoagwa beschlossen sie den Abend mit einem „Hoigata“. In Form einer Zündholzschachtel durfte jeder seine Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Josef Diebolder (auch Foto), KLB Ottobeuren