Erntedank beim Kath. Landvolk Schwabmünchen

Donnerstag, 21. Oktober 2021

In der vorgerückten Abendstunde am vergangenen Sonntag war zunächst in der Kirche von Großeitingen eine Dankandacht. Hier war noch der festlich geschmückte Erntedankaltar zu bewundern mit vielem was uns die Natur gibt. Lieder und Orgelspiel gaben den würdigen Rahmen zur Ehre des Schöpfers. Pfr. Hubert Ratzinger sagte in seinem Grußwort es ist Eile geboten, wir müssen die Natur bedingt durch den Klimawandel vor der Selbszerstörung bewaren. Heute wollen wir dankbar sein an den Schöpfer, es ist sein tun.
Nach der Andacht fand dann im Pfarrsaal der Festvortrag statt. Referent Josef Keplinger sprach zum Thema „Die Lebensscheune. Ertrag meines Lebens“. Zunächst stellt sich die Frage, was ist eine Scheune. Dort hat alles Platz was dem Bauern lieb ist. Scheune ist der sichere bergende Raum für Heu, Stroh, Getreide, Maschinen und anderes. Auch das Vorratslager für den Winter.
Der berühmte Schweizer Psychologe Victor Frankl hat die Scheune aus dem bäuerlichen Umfeld genommen und zur Lebensscheune für jeden Menschen gemacht. Er prägte den Begriff vom Archetyp. Es ist etwas das tief in unserer Seele verwurzelt ist. Zum Beispiel Vater und Mutter. Welche Erinnerungen haben wir noch von unserer Lebensscheune. Was haben wir gefüllt mit unseren guten Erinnerungen. Was habe wir geschafft. Habe ich noch Platz, was ist alles gut drin.
Die Meinung des Redners hierzu war,
es gibt eine Gruppe die sind zufrieden mit sich. Andere erfüllen ihre Wünsche mit Weiterbildung. Wieder Andere machen sich selbsständig. Aber du wirst oft nicht nach deinen Wünschen gefragt. Der Mensch so der Redner hat nicht zu fragen, sondern er ist der befragte mit den Fragen die das Leben stellt. Das Größere ist oft wenn man befragt wird von Menschen die Fragen haben, die ihnen das Leben stellt.

Der Vortrag wurde mehrmals kurz ausgesetzt, damit die Zuhörer Fragen an den Redner stellen konnten. So konnten sie auch ihre Gedanken und Erfahrungen einbringen und zur allgemeinen Diskussion anregen.
So wurde natürlich auch gefragt zum Beispiel wie sich Kirche weiter entwickelt. Das das Glaubensleben nicht weiter zurück geht, sonder wieder an Fahrt gewinnt und anderes.
Vorgeschlagen wurden zum Beispiel, alternative Gottesdienste, Wallfahrten, Friedensgebete usw
Abschließend sagte der Referent, der Mensch kann aktivieren und reagieren. Dankbarkeit kann es sein die das Leben reicher macht. Man könnte sagen, dass der Sinn des Lebens ist die gute Verbindung zu Gott. Das ist die positive Erfahrung welche ich in meine Lebensscheune aufnehmen darf.
Hermann Distler