Fahrt "Gesundheit und Kultur" nach Neualbenreuth

Donnerstag, 9. Mai 2019

Bildunterschrift: In Mödlareuth wird deutsch-deusche Geschichte anschaulich.

 

Die Woche  „Gesundheit, Kultur, Besinnung“  fand heuer das dritte Mal in Neualbenreuth in der Oberpfalz statt. Nach dem gemeinsamen Sonntagsgottesdienst in Aichach ging es weiter über die Autobahn 93 nach Regensburg - Tirschenreuth ins Kurhotel Pyramide-Sibyllenbad. Hier wurden wir bereits erwartet und herzlich begrüßt. Zur Überraschung fand jeder auf seinem Zimmer das Radbild von Bruder Klaus  mit einer Meditation. Wer hat dies veranlasst? Es war die Vorsitzende der KLB  Neualbenreuth, die im Hotel beschäftigt ist.

Am 1. Tag war eine Orts- und Umgebungsführung vorgesehen. Der frühere Bürgermeister und heutige Kulturamtsleiter berichtete über  Geschichte, Wirtschaft, Politik nach dem 2. Weltkrieg und Veränderungen durch die europäischen Beschlüsse mit Osteuropa bzw. der Aufnahme des Nachbarlands Tschechei  in die EU. Abschließend wanderten wir noch durch das Fischzuchtgebiet der Tirschenreuther Teichpfanne. Nachmittags besuchten wir über den Bademantelgang das Sibyllenbad und entspannten uns in den verschiedenen Becken mit  Wassergymnastik und Sauna. Nach jeder Halbtagesfahrt  konnten wir den Rest des Tages im Bad verbringen.

Das nächste Ausflugsprogramm ging nach Mödlareuth. Der kleine Ort Deutschlands  wurde nach dem 2. Weltkrieg  durch die Entscheidung der Besatzungsmächte Amerika und Russland  in der Mitte  geteilt. Trennungslinie war der Ortsbach Tannenbach. Bis zur Wiedervereinigung 1989 mussten die Bewohner mit  einer Betonsperrmauer und Spähturm in ihrem Ort leben. Heute ist dieser Ort auch Gedenkstätte an diese Zeit.

Am Mittwoch haben wir eine Tagesfahrt ins Kurbad Karlsbad unternommen. Gut, dass Benedikt uns mit Tschechischen Kronen versorgt hat. Denn hier ist der Euro noch nicht Landeswährung. Für uns wieder eine Erkenntnis, wie angenehm es ist, mit einheitlicher Währung zu reisen. Die Gründung Karlsbad geht zurück auf die Kurfürstliche Zeit, in der bereits verschiedene Thermal- und Heilquellen entdeckt wurden. Dementsprechend vornehm geben sich auch die Fassaden der Unterkünfte und Hotels. Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das verschlafene westböhmische Städtchen Loket eingebettet vom Fluss Eger.

Am Donnerstag genossen wir einen ganzen Badetag.

Am Tag vor der Abreise stand noch die westböhmische Stadt Eger mit dem mittelalterlichen Marktplatz auf dem Programm. Auf dem Weg zurück besichtigten wir die Wallfahrtskirche Maria Loreto. Die während der Kriegswirren des 2. Weltkrieges teils zerstört  und später von und mit privaten Gönnern wieder aufgebaut wurde. Der Klosterkirche Waldsassen statteten  wir noch einen kurzen Besuch ab.  Am Nachmittag  genossen wir die letzten Stunden im Sibyllenbad und stellten fest, dass  der Bademantelgang  eine bequeme Einrichtung  ist. Den letzten Abend ließen wir wie in Vorjahren  fröhlich mit Witz, Geschichten, Sketsch und Gesang ausklingen. 

Die täglichen Morgengedanken über die Farben des Regenbogens,  dem Regenbogen allgemein  und Lied waren eine Bereicherung,  während  der  ganzen Woche.

Samstag: wir machten uns auf die Heimfahrt und kehrten noch auf dem Waglerhof in Ainertshofen/ Inchenhofen ein, genossen den ersten Spargel und erfuhren viel  Interessantes über den Spargelanbau.

Es war eine schöne, erholsame und informative Woche.

Hildegard Hartmann; Bild: Benedikt Jäger