Gedicht zur Landfrauenwoche 2019

Dienstag, 12. März 2019

Landfrauenwoche 2019:

Am Sonntag geht d`Aufregung scho o,

es  schneibt den ganz´n Dog so vui wias ko.

Hoffentlich arbat´n d`Straßler fleißig mit eanane Schneeschiaba

Sonst woaß i ned wia i fahrn so mitm Auto, mitm Zug oda gar mitm Fliaga.

 

Doch kaum is´s Montag, is aa ´s Weda schee

Und i fahr mit da Gertrud erst amoi nach Riegsee.

Da bsuacht ma an Mayr Georg und gehen da Martha ans Grab.

Es war uns a Herzensanliegen, des is gar koa Frag.

 

Am Nachmittag ham uns Pfarrer Hermann Neuss und Gabi Mair des „Vater unser“ erklärt,

und darglegt wias ogfangt hat vor 2000 Jahr, was ma sonst so nia erfährt,

Jesus lehrt die Jünger das Vater unser beten, das sie im ganzen Land dann erfolgreich vertreten.

Aber es is ned bloß bliem im heiligen Land, naa es is ja auf der ganzen Welt bekannt.

 

Am Dienstag hat uns Frau Porsche-Rohrer verratn, was in der Homöopathie so alles steckt,

und damit unser Neigier aufs äußerste gweckt.

Vo koide Fiaß bis zum dicken Bluat

- zwoa Globulis zur Hand und ois wead guad.

 

Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit deafst zum Genesen

An Zwiefe, Knoblauch oder Kren auf gar koan Foi vergessen.

Bitterstoffe im Salat vo Endivie über Radi bis Rucola,

wirken schon beim Essen fast wia aa Antibiotika.

 

Am Nachmittag hat uns d´Elisabeth unser Europa nähergebracht

Von der Montanunion über die EWG bis zur EU und bis´s uns des neie Geld ham gmacht.

Da Euro hat des Reisen erleichtert ganz enorm

Do es is ois vui teuriger worn.

 

Blos da Millipreis hat ned mitzong, des is leider ned glong.

Beim Rätsellösen ham Köpf richtig gracht

Aber mia hams gschafft, des waar ja aa glacht. beim Hinum- und Herumdenga, da san mia klasse,

des üb´ma ja im Bierstüberl bei Rotwein, Bier und Wasser.

 

Ja s´Bierstüberl des is so aa Sach, da wea ma aa gfragt

Ob ma zum Schlaffa a Nachthemd oda an Schlafanzug tragt.

I frog ja  ned was oane so im Bett macht,

obs bray drinliegt oder einispringt, daß d´Matrazen kracht.

 

Rudolf Schübbe a Polizist im Ruhestand,

hat uns am Mittwoch aufklärt über Verbrecher und Ganoven im Land.

Am Telefon geht´s scho o,

da is oft aa rechter Schlawiner dro.

 

Auf oimoi waar ma da a Millionär,ja wo kaam denn der Haufa Geld plötzlich her?

„Sie haben gewonnen in einer Lotterie in Euro eine Million“

aber wos is des für an armen Schlucker wia mi denn scho.

So eine Fantasiemillion ko schließlich a jeder vergem, da huift nur oans, an Höra wieder schnell aufs Telefon leng.  

 

Aa d´Haustür muß oiwei zuagsperrt sei,

und laßt´s ja koa Bettlwei ned ei.

De ham meistens bsonders lange Finger

Und im Handumdrahn bist 200 Euro gringa.

 

Am Nachmittag warn mia bei der Hl. Crescentia,

vorgestellt hats uns mit Begeisterung d´Schwester Ursula,

sie is für des Kloster a Glück,

wo´s doch von der Crescentia is ganz entzückt.

 

Vor 316 Jahr is Crescentia ins Kloster ganga

Hat vui mitmacha miaßn und war trotzdem oiwei da für die Arma.

Bis heid gibt’s im Kloster die Armenspeisung jedn Dog und jeder der oklopft kriagt sovui wia er mog.

Aa  da Klosterladen is an Bsuach wert, i hab lang gruscht und mi dann selber beschert.

 

Am Donnerstag hat Birgit Meinhardt über Abschiede referiert

Und wia ma mit Angehörigen ins Gespräch kimmt, ebbas erzählt.

Abschied braucht Zeit und geht ned vo heid auf morgn

Bringt oft aa vui Kummer und Sorgen.

 

Aa mitm Sterm is´s so a Sach

Des ziagt oiwei s´Nimmerlem nach.

Daß ma guat geh ko vo dera Welt,

Brauchts oft an ganz schöna Batzn Geld.

 

Aa so a Beerdigung mit Musi und Chor

Stell i mir für mi ganz wichtig vor.

Aa beim Wirt a gscheid´s Trauermoi,

gheat dazua, auf jedn Foi.

 

Am Nachmittag war d´Jutta Maier da, aber ohne Schäferwagen,

in dem sie Gschichten erzählt in der Woche an zwei Tagen.

Sie is a moderne Missionarin ganz mobil und d´Leid komman zu ihr,

oft amoi oana und dann wieder viel.

 

„Zuviel Gott ist ungesund“ hat amoi a Bua zu ihr gsagt,

dabei hat er sich über die langweilige Kirche beklagt.

„Lieber Gott woher kommt es,

daß du überall bist und ich immer woanders“.

 

Soi des hoaßn mia san zuwenig daheim?

Aber oiwei daheim möchte i aa ned bleim.

I hab des Gfui, de Woch da in der Wies

Wieder vui z´schnell vorbeiganga is.

 

Morgen hean mia ja no vom Glücklichsein.

Wia ma da Glücksspur folgen ins Glück hinein.

Mit da Monika Weidner kimmt a Erzählerin, de führt uns auf  die Glückspur hin

Wenn mia da amoi san, kon uns nix mehr passiern, da kin´ma a jedn Grant pariern.

 

Jetzt möchte i no dankn der Elisabeth

Mit ihr wars wieder lehrreich und nett.

Liabe Elisabeth vergelts Gott und vielen Dank

I sog des im Nama vo uns alle miteinand.    

 

 

Maria Grabichler