Gottesdienst und Jahresversammlung der KLB Ottobeuren

Dienstag, 29. März 2022

Hedwig Weixler (v.l.) Alfred Maucher und Joachim Schickel ließen impulsive und begeisternde Musik zum Mitsingen erklingen.

Wie eine blühende Tulpe sieht sich das katholische Landvolk zu seinem Jahresgottesdienst in Winterrieden, St. Martin. Karina Till und Markus Grauer beschrieben, wie die Pflanze aus einer Zwiebel heraus „über sich hinauswächst“ und zu blühen beginnt. Unter dem Titel, „Sehnsucht leben – Neues Wagen!“ fühlte Pfarrer Thomas Brom dem Leben des Schweizer Nationalheiligen nach. Bruder Klaus ist zugleich Patron der KLB und der katholischen Landjugend. Er verließ in hochherzigem Entschluss seine Familie. Seine Klause im Wald wurde zum Friedensort. Seither blieb die Schweiz von Kriegen verschont.

Alle Menschen seien bewusst oder unbewusst Gottessucher, ist Pfarrer Brom überzeugt. Ganz ausdrücklich sollten wir unserer Sehnsucht Raum geben. Den Schutzpatron Bruder Klaus von der Flüe hat auch er persönlich für sich entdeckt. Sein Leben zeige viele Schätze für unser schwieriges Heute. Bewusst hat der Pfarrer das Meditationsbild des Schweizer Nationalheiligen vor dem Altar aufgestellt. Das Bild zeigt in der „Mitte Christus, das menschgewordene Wort Gottes“. Vom Gesicht Jesus gehen drei Strahlen, symbolisch als Vater, Sohn und Heiliger Geist hinaus. Seine Schöpfung werde uns zum Auftrag, sie zu fördern und zu gestalten. Unser Tun solle aus dieser Mitte heraus wirken. „Wir sollen zurückstrahlen“. Dafür stehen drei Strahlen in die Mitte zurück. So erlebt Pfarrer Brom, „wir strahlen Gott wider und werden zu seinem Teil“. Menschen die aus Jesus Christus heraus leben, würden der Welt was beitragen. Bruder Klaus sei zur Offenbarungsquelle geworden. Seit Jahrzehnten pilgern die Flüeli Wallfahrer zum Friedenspatron in die Zentralschweiz. Ihr Ziel, nicht für sich selbst leben, sondern wie im Bruder Klaus Gebet (Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir), die Einheit mit der Schöpfung anstreben.

Zwei Jahre sei die Jahresversammlung durch „Corona“ verhindert worden, erinnerte Vorsitzender Andreas Ruf. Bei den Neuwahlen hätten sich Hans-Peter Vater und Imelda Tyrychter verabschiedet. Trotz der Pandemie habe das Landvolk viele Aktionen und Ereignisse vollführt. Wie sich binnen weniger Wochen in der Ukraine die Ereignisse überschlagen haben, erinnerte Andreas Ruf. Bei einem Friedensgebet und der Friedenswallfahrt nach Kloster Bonlanden seien viele Teilnehmer für den „Frieden“ eingetreten. Der „Paartag“ in Maria Baumgärtle, gestaltet von Karina Till, solle heuer nochmals stattfinden. Wie im letzten Jahr will die KLB am Sonntag, 29. Mai um 15 Uhr in der Kapelle St. Maria Knaus-Schlegelsberg eine Maiandacht abhalten. Es ist in den Augen von Vorsitzender Lucia Musch auch eine perfekte Gelegenheit für eine Familienradtour dorthin. Falls das Wetter schlecht ist, findet stattdessen in der Erkheimer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Maiandacht statt.

Mit 155 Mitgliedsfamilien sei der Stand um zwei gesunken. In ihren Landvolk-Veranstaltungen seien von den Teilnehmenden Spenden gekommen. So konnten sie an das Crescentia Kloster in Kaufbeuren 200 Euro übergeben. Auch das Jugendhaus Waldmühle konnte 549 Euro Unterstützung von der KLB erfahren. An die „Bäuerliche Familienberatung“ seien 467 Euro gespendet worden. 950 Euro seien als Hilfe für Kriegsgeschädigte der Ukraine überwiesen worden. Eine weitere Sachspende habe ein Landwirt mit Zaunmaterial ins Ahrtal erhalten.

Josef Diebolder