Brücken trauen - statt Mauern bauen!

Brücken trauen - statt Mauern bauen!

Brücken beeindrucken und faszinieren uns immer wieder. In der Nähe von Reutte in Tirol zum Beispiel gibt es die "Highline179", eine Hängebrücke mit einer Spannweite von 406 Metern. Wer hinübergeht, bewegt sich absolut sicher zwischen armdicken Stahlseilen. Trotzdem braucht es Mut, um so das Tal in 144 Metern Höhe zu überqueren. Brücken sind Bauwerke.

Aber nicht nur: sie haben einen hohen Symbolwert. Wir können jemandem "eine Brücke bauen", Gegensätze "überbrücken" und "Brücken schlagen" im Sinne von Verbindungen schaffen zwischen Alten und Jungen, Armen und Reichen. Wir können Kontakt aufnehmen, Frieden stiften zwischen Völkern und Konfessionen, Austausch ermöglichen zwischen kontroversen Standpunkten. Brücken ermöglichen Wege zueinander, vo vorher keine waren oder führen zusammen, was in Tiefe schon lange miteinander verbunden ist.

Unser Jahresthema "Brücken trauen - statt Mauern bauen!" greift auf, wozu wir im menschlichen Miteinander ermutigen wollen:

  • unterschiedliche Standpunkte darstellen und gemeinsam nach dem Weg suchen
  • bei verschiedener Meinung aufeinander zugehen, und nicht nur Bestätigung bei Gleichgesinnten suchen
  • offen sein für Fremdes und Neues, statt sich ängstlich abzugrenzen.

Brücken trauen - statt Mauern bauen

  • in der Diskussion, wie Kirche heute lebendig sein kann
  • im politischen Suchen und Handeln
  • zwischen Landwirtschaft, Umweltschutz, Verbraucher

"Brücken trauen - statt Mauern bauen!" verstehen wir als ein Leitwort im Bezug auf die Europakampagne der KLB, die bis Mai 2020 dauert. Zugleich sehen wir dieses Wort auch im Hinblick auf andere Lebensbereiche, die uns als christliche Menschen im ländlichen Raum von großer Bedeutung sind. Wir als KLB wollen selber auch Brückenbauer sein, Verbindungen schaffen und Beziehungen stiften, um aktiv die Zukunft mitzugestalten.