KLB Landsberg fährt nach Flüeli

Ranft

Bei schönstem Reisewetter starteten wir Ende August unsere diesjährige Dreitages-Bildungsfahrt nach Flüeli, in die Zentralschweiz. Nach fünf Jahren war nun wieder eine Wallfahrt zum  Landvolkpatron Hl. Bruder Nikolaus von der Flüe angesagt. Der Schweizer Nationalheilige und Schutzpatron lebte von 1417 bis 1487 in Flüeli. Geboren am 21. März, gestorben am 21. März. Nikolaus von der Flüe war ein einflussreicher Schweizer Bergbauer, Soldat, Einsiedler, Asket und Mystiker. Er war verheiratet mit seiner Frau Dorothea und hatte zehn Kinder. Mit fünfzig Jahren beschloss er, mit dem Segen seiner Frau Dorothea, in den Ranft zu ziehen. Dort lebte und wirkte er in einer kleinen Klause weitere zwanzig Jahre bis an sein Lebensende. Seine Heiligsprechung erfolgte 1947. Er gilt als Friedensstifter, am 25. September feiern wir seinen Namenstag und gedenken Seiner.

Unser erstes Ziel war St. Gallen, mit einer Stadtführung entlang der alten Stadtmauer und Innenstadt mit ihren schmalen Gassen und Fachwerkhäusern. Im Innenhof des Klosters St. Katharina ist ein mittelalterlicher Kreuzgang zu bewundern. Im Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen bestaunten wir auch den Dom St. Gallen, sowie den Barocksaal der Stiftsbibliothek mit ihren kostbaren Handschriften. Zur Blüte kam die Stadt mit den Webern. Weltbekannte St. Gallener Stickereien sind in der Modebranche stets präsent. Ein Bauernmarkt mit regionalen Köstlichkeiten rundete den Besuch ab.

Nachmittags waren wir am Sarner See angekommen. Herrliches Wetter lud zum Verweilen ein. Ein  Besuch beim Sarner Jesulein aus dem 14. Jahrhundert im Frauenkloster St. Andreas war für viele  selbstverständlich.

Angekommen in Flüeli pilgerten wir am Abend in einer besinnlichen Lichterprozession vom Geburtshaus des Bruder Klaus zum Wohnhaus seiner Familie. Am frühen Morgen gingen wir in den Ranft hinab, um anschließend in der oberen Ranftkapelle mit Landvolkpfarrer Pater Tassilo Gottesdienst zu feiern. Ein bewegender Beitrag an diesem mystisch, idyllischen Ort. Mit Besichtigung der Klause waren alle am Ziel angekommen.

Nachmittags unternahmen wir einen Ausflug in die Bergwelt durch das Melchtal: Mit der Seilbahn hoch zum Melchsee, einer Hochebene mit bewundernswerter Natur, Gewitter, Sonnenschein und Regenbogen.

Am Sonntagmorgen gingen wir zu Fuß hinab nach Sachseln. Dort beschlossen wir unsere Wallfahrt mit einem feierlichen Wallfahrtsgottesdienst mit der Gemeinde, in der Grabeskirche des Bruder Klaus und gestaltet durch den Züricher Kirchenchor. Die Heimreise führte uns über Kloster Maria Einsiedeln. Mit einer Andacht an der Gnadenkapelle der Schwarzen Madonna klang die Fahrt aus.

 

Hurlach, im September 2019,  Helene Glatzel