KLB Unterallgäu auf Pilgerfahrt nach Assisi und ins Rietital

Montag, 19. Oktober 2020

Mutig, aber mit einer gehörigen Portion Vorsicht wegen Corona, machten sich 32 Pilger mit dem Landvolk auf den Weg nach Italien. Neben kulturellen und kunsthistorischen Aspekten stand die Beschäftigung mit dem Leben und Wirken des Heiligen Franz von Assisi im Vordergrund. Dazu hatten sich schon vor der Fahrt verschiedene Arbeitsgruppen mit Unterstützung von Pfarrer i.R. Albert Leinauer gebildet, die jeweils ein Tagesthema vorbereitet haben. Berufung, Schöpfung, Geschwisterlichkeit, Leid, Armut und Kirche  waren die inhaltlichen Schwerpunkte an den verschiedenen Tagen. Auch die musikalische Gestaltung war daran ausgerichtet. Auf dem Programm standen auch zwei Ausflüge ins Rietital, wo wir die Einsiedeleien Speco di Narni, Greccio, Poggio Bustone und La Foresta besuchten. In Greccio stellte Franziskus das Weihnachtsevangelium erstmals in einer Krippe dar. Das Wetter erlaubte es, dass wir einige Gottesdienste unter freiem Himmel feiern konnten. (Bild)

In San Damiano hörten wir einen aufschlussreichen Vortrag einer Franziskanerin aus Siessen, die uns Hintergründe über den radikalen Wandel des jungen Francesco und seiner Gefährtin Clara erschloss. Mit rheinländischem Temperament führte uns Bruder Thomas durch den mächtigen Kirchenbau von San Francesco, mit dessem Bau bereits zwei Jahre nach dem Tod von Franziskus begonnen wurde. Er erschloss uns fachkundig die theologischen Aussagen der berühmten Fresken von Giotto. In der Krypta hielten wir vor dem Grab des Heiligen stille Andacht.

Dankbar und von franziskanischem Geist beseelt, kehrten wir unbeschadet nach Hause zurück.

Die Resonanz bei den Teilnehmern war uneingeschränkt: „Gut, dass wir die Fahrt gewagt haben!“

Centa und Josef Neher