Klimaschutz geht jeden an

Dienstag, 9. Oktober 2018

Erntedankabend und Klimaschutz                                                                                  07.10. 18

Miteinander ins Gespräch kommen

 

 

Namhafte Vertreter nahmen im Auftrag der Kath. Landvolkbewegung der Diözese Augsburg an einer Gesprächsrunde im Bürgersaal von Wehringen teil: Rüdiger Schmidt vom KLB Dialognetzwerk Landwirtschaft und Klima, Jonas Fricke, Klimaschutzmanager für den Wirtschaftsraum Augsburg, Andrea Kaufmann-Fichtner, Umweltbeauftragte der Diözese Augsburg und Gerhard Ringler, BBV- Vertreter Kreis Augsburg. Die Gesprächsrunde moderierte KLB-Diözesangeschäftsführer Dieter Haschner.

 

„Wozu brauchen wir eigentlich Erntedank? Heuer haben wir das ja schon erlebt!“, meinte Kreisbäuerin Andrea Mayer aus Großaitingen in ihrem Grußwort. Bürgermeister Manfred Nerlinger sagte  in seinem Beitrag: „Klimaschutz geht jeden an. Wir werden unser Einkaufsverhalten ändern müssen.“

Zu Beginn der Gesprächsrunde sagte Rüdiger Schmidt, Ziel des Abends sei es, sich auszutauschen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Anregungen zum praktischen Klimaschutz zu geben. Wenn es darum ginge, den Ausstoß schädlicher Treibhausgase abzusenken, müsse das ganze Ernährungssystem, die Herstellung von Lebensmitteln und der Transport hinterfragt werden. Im Dialognetzwerk der KLB ginge es in den nächsten zwei Jahren darum, Landwirte, Verantwortliche in der Lebensmittelproduktion und Verbraucher miteinander ins Gespräch zu bringen und jeweils auf die Verantwortung für den Klimaschutz hinzuweisen. Dabei sei es wichtig, nicht einseitig die Landwirtschaft zu beschuldigen.

„Die Dringlichkeit ist groß, Papier ist geduldig, der Klimaschutz nicht.“, regte Schmidt zum Handeln an.

Ergänzend hierzu erinnerte die Umweltbeauftragte der Diözese Augsburg, Andrea Kaufmann-Fichtner daran, dass die Erde dem Menschen anvertraut sei.

Jonas Fricke, Klimaschutzmanager für den Wirtschaftsraum Augsburg zeigte auf, wie wichtig es sei, Kräfte zu bündeln und vorhandene Angebote der Beratung und Unterstützung zu nutzen.

Hinweise und Fragen kamen auch von den Zuhörern an die Podiumsrunde. Was ist wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden? Wie ist es dann mit der Netzstabilität? In diesem Zusammenhang wies BBV-Ehrenpräsident Gerhard Ringler auf die in Bayern entwickelten Biogasanlagen hin, die nicht so abhängig wie Wind und Sonnenenergie seien. Heute würden sie weltweit eingesetzt.

Für den Konsum von Lebensmitteln wurden von unterschiedlicher Seite die beiden Begriffe Regional und Saisonal eingebracht, was vor allem bei Obst und Gemüse von Bedeutung sei. So wird das Klima am wenigsten belastet. Immer wieder falle auf, wie gering die Kenntnisse hierzu in der Bevölkerung seien.

In einer Schlussrunde und im anschließenden Gespräch in kleiner Runde wurde deutlich, dass ein Anstoß zum Austausch gegeben werden konnte. Alle Beteiligten zeigten sich offen für eine zukünftige Zusammenarbeit, um dem Klimaschutz zu dienen. (di)

 

Foto von links: Gerhard Ringler, Andrea Kaufmann-Fichtner, Jonas Fricke, Rüdiger Schmidt, hinten Dieter Haschner

 

Text und Foto: Hermann Distler