Landvolkreise nach Lübeck und an die Ostsee

Mittwoch, 26. Juni 2019

Zum Foto: Weltberühmt und einzigartig: das Lübecker Holstentor

 

In den hohen Norden führte heuer die Bildungsreise der Landvolkgemeinschaft Dillingen nach Lübeck und an die Ostsee. 48 Personen nahmen daran teil. Die Reisetage wurden jeweils eingeleitet mit einem Morgenlob bzw. Gottesdienste von Pfarrer Hermann Danner mit Unterstützung von Bernadette Mayer.

Die „Königin der Hanse“ und Stadt der sieben Türme wird Lübeck genannt. Vorbildlich ist die Altstadt restauriert und zeigt sich bei einer Stadtführung den Besuchern mit den verschiedensten Baustilen von der Gotik bis zum Klassizismus wie vor fast 300 Jahren. Sie wurde 1987 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und umfasst etwa 1200 eingetragene Einzeldenkmäler. Fast wäre das Holstentor, Lübecks Wahrzeichen, 1863 abgerissen worden. Nur mit der Mehrheit einer einzigen Stimme in der Bürgerschaft konnte dies verhindert werden. Bei einer Barkassenrundfahrt durch die Stadt, den Kanal und den Hafen zeigten sich die Gebäude aus einem anderen Sichtwinkel.

Lübecker Marzipan im Cafe Niederegger genießen darf bei einem Besuch Lübecks nicht fehlen. Zum Empfang wurde Kaffee und ein Stück Marzipantorte serviert. Wie Marzipan hergestellt und in verschiedenen Formen modelliert wird, zeigte eine Filmreportage bei der Führung durch die Ausstellungsräume. Eine reiche Auswahl von 300 Köstlichkeiten beim Einkauf für zu Hause und die Daheimgebliebenen waren angeboten.  

Strände ohne Ende sahen die Mitreisenden in Travemünde und am Timmendorfer Strand. Bereits 1802 kamen die ersten Badegäste an den Ostseestrand. Travemünde wird die Badewanne der Hansestadt Lübeck genannt. Entlang der Strandpromenade reiht sich ein Hotel und Restaurant an das andere und lädt zum verweilen ein. Hier bot sich für uns die wunderbare Gelegenheit, in freier Zeit selbst am Strand zu promenieren und Eis nach belieben zu schlemmen.  Unweit davon steht auch der „Alte Leuchtturm“, der älteste Leuchtturm Deutschlands mit 31 m Höhe. Seit 1972 hat er ausgedient.

Fremde Kulturen kennen lernen, Städte besichtigen und durch schöne Landschaften fahren sind die Ziele einer Reise. Aber auch technische Bauten können interessant sein und die Betrachter in Staunen versetzen. So das Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck am Elbe-Seiten-Kanal. Das Doppel-Senkrecht-Hebewerk wurde 1976 in Betrieb genommen und kostete 1,7 Mrd. DM. Mit einem Ausflugsschiff erlebten die Besucher selbst den Hebevorgang über 38 m. In nur 3 Minuten wird der Trog des Schiffshebewerkes von 5800 t Gewicht mit den Schiffen hochgehoben. Durch den Gewichtsausgleich der Tröge mit den Gegengewichten wird nur wenig Energie für die Trogfahrt benötigt. Nach dem Hebe- bzw. Senkvorgang können die Schiffe ihre Fahrten in den vielen Kanälen der Bundeswasserstraßen in Norddeutschland fortsetzen

Vorbereitet und geleitet wurde die Reise von Max Danner in guter Zusammenarbeit mit dem langjährigen Busfahrer Ralf Kühn. Mit vielen Eindrücken aus dem Norden kehrten wir nach 5 Tagen in die Heimat zurück.

Max Danner, KLB Dillingen