Ohne Strom, aber mit viel Energie: Mit dem Rad nach Flüeli

Mittwoch, 15. September 2021

„Die fahren ja ohne Strom!“ Dieses anerkennende Staunen hörten die KLB-Radler auf ihrer Drei-Bistümer-Radtour nach Flüeli, die vom 4. bis 10. September stattfand, öfters. Gemeint war, dass sie ohne E-Bike die Schweizer Berge bewältigten. Mit dieser Anfeuerung von außen und der gegenseitigen Unterstützung in der Gruppe haben alle 73 Mitradelnden das Ziel Flüeli-Ranft in der Zentralschweiz erreicht. Schönstes Spätsommerwetter, gute Stimmung und eine Bilderbuchlandschaft wirkten weiter beschleunigend. Die Erleichterung nach 5-tätigem Radeln war groß. Vor allem, weil es keinen einzigen Unfall gab! Zum Gelingen trug auch das praktizierte Corona-Schutzkonzept mit der 3-G-Regelung bei. Die beachtliche Vorbereitungsarbeit durch das KLB-Büro-Team hat sich gelohnt. So gab es eine relativ unbeschwerte Radtour. Nicht zuletzt auch deshalb, weil alle Teilnehmenden mitgemacht haben. Naja „unbeschwert“, soweit man das bei einer so bergigen Landschaft überhaupt sagen kann. „Die Mischung macht den Reiz.“ Dieses Motto galt für das Radeln in drei Leistungsgruppen, für das Programm und auch für die Zusammensetzung. Vertraute und neue Gesichter bildeten schnell eine Gemeinschaft. Es waren nämlich diesmal erstaunlich viele Erstteilnehmer dabei. Sie bedauerten, dass sie dieses KLB-Angebot nicht schon früher entdeckt hatten. Erschöpft und glücklich am Ziel in Flüeli, ging es zum Abendlob in die Untere Ranft-Kapelle. Wichtige Eckpfeiler des Lebens und Wirkens von Niklaus und seiner Frau Dorothee. „Wir müssen Heilige nicht kopieren“, betonte Pfr. Heribert Singer. Wichtig sei für jeden Menschen, den Auftrag für sein Leben zu hören bzw. das eigene Leben als Auftrag zu verstehen. „Heilige sind Menschen, die aus dem Rahmen fallen“, hatte Marcus Öfele in seiner Niklaus- und Dorothee-Führung am drauffolgenden Tag erklärt. Pfr. Johannes Schaufler griff diesen Faden beim Abschlussgottesdienst auf und leitete damit das Predigtgespräch ein. „Was war bei dieser Tour im Rahmen und was war außerhalb des Rahmens?“ Gemeinsam wurden Erfahrungen zusammengetragen und schließlich voll Freude und Dankbarkeit gemeinsam Eucharistie gefeiert. Wesentlichen Anteil an dem Erfolg der „Drei-Länder-Radtour“ hatte das bewährte und vielfach begabte Leitungsteam mit Albert Vögele, Toni Zach, Marcus Öfele, Roman Aigner, Hermann Kienle und Werner Briechle, der für Christine Singer Verantwortung übernahm. Die Radtour nach Flüeli war die zehnte Tour in diesem Format. Als finales Ziel war die Heimat der Landvolkpatrone Nikolaus und Dorothee gewählt worden. Mit zwei Abholer-Bussen ging es am nächsten Tag in die Heimatorte zurück. Text und Bilder: Roman Aigner

Beim Start in Einsiedeln

Beim Abschlussgottesdienst mit Pfarrer Schaufler