"Papst Franziskus - ein Mann seines Wortes" - Kinoabend in Aichach

Dienstag, 16. November 2021

Die Landvolkgemeinschaften Aichach und Friedberg luden zum Kino-Abend ins Cineplex nach Aichach. Gezeigt wurde der Film "Papst Franziskus, ein Mann seines Wortes". Zwanzig Besucher sahen den Film des Regisseurs Wim Wenders - übrigens der Bestbesuchteste an diesem Abend.

Der Regisseur hatte Zugang zum Archiv des Vatikans und stellte dem Papst fünfzig Fragen, die dieser durch eine besondere Einstellung des Teleprompters dem Publikum direkt zugewandt beantwortete. Die Sequenzen mit Franz von Assisi wurden mit einer Handkurbel-Kamera aus den Zwanziger Jahren gedreht. In dem Film wechseln sich Historie, Antworten des Papstes und Filmmaterial seiner Reisen, auch zu Brennpunkten der Welt, Reden von der Kurie und vor dem amerikanischen Kongreß ab. Franziskus greift Umweltthemen auf, zeigt Missstände in der Kirche an, berichtet vom Ungleichgewicht in der Welt, spricht von einer "Globalisierung der Gleichgültigkeit", um nur einige Themen zu nennen. Die Rückblenden zu Franz von Assisi zeigen ihn als einen Mann des Hörens, was Franziskus wieder aufgreift und sagt, dass das in unserer Zeit leider verloren geht. Eine weitere wichtige Aussage ist doch Brücken zu bauen statt Mauern. Die drei T's, übersetzt: Arbeit, Dach, Land sind Grundvoraussetzungen für ein gutes Leben. Die Schlussgedanken des Papstes, die er besonders eindringlich spricht und dabei das Publikum anschaut, stellen den Humor in den Mittelpunkt. Lächeln macht vieles leichter, auch wenn es die Probleme nicht löst. Maria Hussak und Walter Mück reflektierten den Film und man kam zu der Erkenntnis, dass allein der Name Franziskus schon Programm ist. Ein Film, den man nicht nur einmal anschauen sollte.

Ulrike Meitinger