Verbändekonferenz im Bistum Augsburg trifft Bischof Dr. Bertram Meier

Freitag, 19. März 2021

Vielfalt und berechtigte Eigenständigkeit

Hauptberufliche Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Verbände im Bistum Augsburg trafen am 17. März 2021 Bischof Dr. Bertram Meier im Kolpinghaus in Augsburg. Beim aufgrund der Corona-Pandemie verschobenen ersten Austausch der Verbändekonferenz mit Bischof Bertram überreichten ihm der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), der DJK-Sportverband, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Bund der katholischen Jugend (BDKJ), die Katholische Landvolkbewegung (KLB), pax christi und das Kolpingwerk einen Koffer mit dem Wappen des Bischofs gefüllt mit Symbolen, die die Schwerpunkte der Verbände zeigen.

Domdekan und Verbändereferent Dr. Wolfgang Hacker freute sich, Bischof Bertram in der Verbändekonferenz begrüßen zu können. Bischof Dr. Bertram Meier skizzierte in sechs Punkten seine Sicht der katholischen Verbände. Als erstes berichtete Bischof Meier über seine Erfahrungen aus Italien, wo es ein Verbandswesen wie in Deutschland nicht gibt. Im Vergleich schätzt er den „bunten Strauß der Verbände“ vor allem für ihre Vielfalt und Eigenständigkeit. „Davon träumt die Kirche in Italien“, stellte der Bischof fest. Die Eigenständigkeit führe zu einem gesunden Selbstbewusstsein, dass einhergeht mit dem Eingebundensein in die Ortskirche. Als „Fenster in die Welt“ beschrieb Meier die Verbände in einem zweiten Punkt. Die Verbände wirkten von der Kirche aus in die Gesellschaft, gleichzeitig kommt durch sie aber auch die Gesellschaft in die Kirche. „Wir brauchen große Praktiker“, forderte Bischof Bertram Meier in einem dritten Punkt. In den Verbänden sieht er das tatkräftige Arbeiten und gelebte Christentum. Die Niedrigschwelligkeit, die er nicht als geringwertig betrachtet, findet Meier in den Verbänden ebenfalls. Sie sei notwendig, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Zudem versteht Meier die Verbände als „Zeitgenossen“. Sie versuchen die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen und suchen nach adäquaten Antworten. Meier warnt aber auch davor, dass es zwischen einer Zeitgemäßheit und einem Hinterherlaufen hinter dem Zeitgeist einen Unterschied gibt. Abschließend sieht er die Verbände als „Spiegel der Kirche“. Bei den Verbänden zeige sich im Kleinen, was in der großen Kirche da ist.

Der Holzkoffer mit dem Wappen des Bischofs, der von Auszubildenden aus der Kolping Akademie in Donauwörth gestaltet worden war, füllte sich mit vielen Symbolen für das Wirken der Verbände. Eine aus Olivenholz geschnitzte Taube aus Bethlehem für die Friedensarbeit von pax christi überreichte Franziska Meszaros, die Referentin für Friedensarbeit der internationalen katholischen Friedensbewegung. Teresa Jetschina, BDKJ Diözesanvorsitzende, überbrachte als Symbol für den Dachverband der katholischen Jugendverbände und –organisationen, einen Regenschirm in der Verbandsfarbe. Ulrich Krauß, Bildungsreferent des DJK-Sportverbandes, hat für den Bischof einen Ball mitgebracht. Ein Megafon, mit dem man zum Beispiel für den Schutz des Sonntags bei Demonstrationen eintreten kann, schenkte Peter Ziegler von der KAB Bischof Bertram. Kolping-Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer hatte ein Buch mit Zitaten von Adolph Kolping für den neuen Augsburger Oberhirten. Eine kleine Gartenschaufel und Samen war das Symbol des Katholischen Landvolk, überreicht von Geschäftsführer Dieter Haschner. Als Zeichen für das ökologische Bewusstsein des Frauenbundes legte die Geschäftsführerin Dr. Evi Thomma-Schleipfer ein Gemüsesäckchen aus Stoff in den Koffer.

 

 

Bildunterschrift:

Bischof Dr. Bertram Meier (z.v.l.) erhält beim Treffen mit den katholischen Verbänden einen Holzkoffer mit seinem Wappen, den Auszubildende der Kolping Akademie in Donauwörth gestaltet haben. Dr. Evi Thomma-Schleipfer vom Frauenbund (l.) und Teresa Jetschina vom BDKJ (z.v.r.), die Sprecherinnen der Verbändekonferenz, überreichen mit dem Verbändereferenten des Bistums, Domdekan Dr. Wolfgang Hacker (r.) Symbole für die katholischen Verbände in der Diözese Augsburg.

 

 

 

Info: Seit 1995 treffen sich der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), der DJK-Sportverband, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Bund der katholischen Jugend (BDKJ), die Katholische Landvolkbewegung (KLB), pax christi, der Familienbund der Katholiken und das Kolpingwerk im Bistum Augsburg mit dem bischöflichen Beauftragten für die Verbände in einem freiwilligen Zusammenschluss als „Verbändekonferenz“, um Arbeitsbereiche abzustimmen, um politische Anliegen und Forderungen gemeinsam umzusetzen und um durch ein gemeinsames Auftreten die Verbände auch in der Öffentlichkeit zu stärken.