„Verheißung, Fügung, Führung“: Seminartag in Ottobeuren

Donnerstag, 24. Januar 2019

„Verheißung, Fügung, Führung“: Unter diesem Titel machte sich das Katholische Landvolk im Raum Ottobeuren/Babenhausen mit Gemeindereferentin Theresia Zettler symbolisch auf den Weg. Im Landvolkseminar wollte sie im Vergleich die Beziehungen von Maria und Elisabeth in unser Leben übersetzen. Die gebürtige Sontheimerin, Theresia Zettler erzählte, wie sie diese Themen im Leben immer wieder bewegten und sie formten. Spannend war es für sie, „Gottes Stimme und neue Zuversicht zu erfahren“. Dann nehme das Leben eine neue Richtung. Bauernverbandskreisbäuerin Margot Walser und Landvolkvorsitzende Lucia Musch folgerten aus ihren Erfahrungen: „Sag einfach ja“, wie Maria es zu ihrer Verheißung getan hatte.
Das Leben sei voller Überraschungen, ob frohmachend oder traurig. Wie damit umgehen, fragte die Referentin. Es gelte, „beim Gelingen nicht abheben und beim Versagen nicht im Boden versinken“. Gerade in Belastungen helfe das Vertrauen, aufgefangen zu werden.
Das Kreuz sei für sie wie ein Kompass. Der senkrechte Balken bedeute die Verbindung nach oben und der Querbalken sei ein Bild für den Kontakt untereinander. Darin sieht sie ein Ideal für die Nächstenliebe. Zunächst sollte jeder für sich selber sorgen und aus dieser Fülle für die anderen geben. Bereits in ihrer Kindheit habe sie ihre Lebensträume entdeckt und bis heute verwirklichen dürfen. Heute sei sie Gemeindereferentin und Religionslehrerin. Auch ihren Platz als Pfarrhausfrau habe sie in Bobingen gefunden.
Bei Rückschlägen erfuhr sie: „Auch die rätselhaften und bitteren Seiten des Lebens haben Sinn“. Nicht auf Alles gebe es eine Antwort. Doch im Sterben verwandle sich das Dunkel ins Licht.

Schon siebenmal wählte Theresia Zettler den Aufbruch und bezog eine neue Wohnung. Das sei hilfreich, um den Lebenszielen näher zu kommen. Aufbrüche seien unabdingbar, um sich zu entwickeln. Einzig das Machen entscheide dafür, auch wenn es holprig beginne. Enttäuschungen seien damit verbunden.
Tröstlich sei ihr der Psalm 23. Da heißt es: „Gott geht alle Wege mit“.
Darauf folge das Ankommen. Es könne die Familie sein, ein neues Haus oder eine neue Arbeit. Sie wünschte den vielen Anwesenden, einfach mal was wagen, „Schritt für Schritt“.
Alle dürften die Namensinhalte „Maria, die von Gott geliebte“ und „Elisabeth, mein Gott ist Fülle“, für sich selber annehmen. Im Glauben sei es wie mit Freunden, denen man alles erzählen kann. Die Gemeinschaft stärke für den weiteren Weg.

Die Spenden des Seminares 2019 gehen an die Bäuerliche Familienberatung. Spenden aus dem vorherigen Jahr von je 500 Euro, so Landvolkvorsitzende Lucia Musch gingen an „Familie in Not“, den „Bäuerlichen Hilfsdienst“, das Landvolk im Senegal und ein Missionsprojekt von Schwester Daniela Martin.
Josef Diebolder (auch Foto), KLB Ottobeuren