"Wasser predigen - Wein trinken": KLB Ottobeuren begrüßte Franziskanerschwester Daniela Martin

Donnerstag, 15. Februar 2018

Es geht um das, was wir draus machen, aus unserem Leben, das verdeutlichte Schwester Daniela Martin an den Lebensbeispielen von zwei Menschen, die Armen Menschen in Afrika Zuversicht geben. Beim Landfrauenseminar des Katholischen Landvolks und des Frauenbundes in Ottobeuren vermochte sie, ihre Liebe und Leidenschaft weiter zu schenken. Sie erzählte, wie Schwester Dr. Lea Ackermann im Beruf als Bankkauffrau international angesehen war und dann eine Kehrtwende machte zu ausgebeuteten Frauen in Kenia. Bei der Weltfrauenkonferenz in Nairobi sah sie die Gegensätze von Arm und Reich; Anlass SOLWODI zu gründen. „Solidarity with Women in Distress“ bedeutet Solidarität, mit den Frauen in Not. Ebenso arbeitete Bruder Lothar Wagner nach dem Vorbild von Don Bosco in Sierra Leone (Westafrika) um Kindern zu helfen. Nachdem ein Krieg alles zerstörte, leben viele auf der Straße. Diese Vergessenen brauchen Lehrer, Erzieher und Ärzte, ist sein Antrieb. Einen ehemaligen Linienbus, baute Wagner zum Klassenzimmer und Arztpraxis um. Frei heraus spendeten die Seminarteilnehmer für seine Projekte.

Seit 13 Jahren im Kloster der Franziskanerinnen, Kaufbeuren, lernte die heute 36 jährige Pastoralreferentin, Bruder Lothar und Schwester Lea kennen, als Menschen die für die Nächsten da sind.

Begründet auf ihrem Glauben zeigte sie einfühlsam, wie Vorbilder im eigenen Leben helfen. So wie jeder vom anderen erwarte, glaubwürdig zu sein, sollten wir handeln.

Im Thema: Wasser predigen und Wein trinken, ging es um Christ sein in Wort und Tat. Jedem empfahl sie das Thema mit in den Alltag zu nehmen und im Herzen zu bewegen. Christlich sei, dem Leben die rechte Würze zu geben und zu Leuchten. Entscheidend sei, den eigenen Geschmack beizubringen und das Leben der Anderen zu erhellen. Christen sollen Trauer und Angst, Freude und Hoffnung der Menschen teilen. Es brauche einen Wandel vom, „man sollte“, zum „ich mache“. Jedem sei dazu eine besondere Gabe verliehen worden, sich für das Rechte einzusetzen und zu gestalten.

Wunder gebe es ganz selten, fasste sie humorvoll zusammen: „Und wenn es auch kein Wunder war, so war es dennoch wunderbar“. Nachdenklich machte sie mit einem poetryslam. Das Gedicht beinhaltete Lebenspoesie für einen Dichterwettbewerb.

Josef Diebolder, KLB Ottobeuren