„Brücken trauen statt Mauern bauen“ – Vortrag in Jedesheim

Mittwoch, 4. März 2020

Im Anschluss an die Jahresversammlung der Katholischen Landvolkbewegung Neu-Ulm am 19. Februar 2020 sprach Referentin Petra Hüttenhofer zum Thema „Brücken trauen – statt Mauern bauen.“ Erst einmal machte sie uns aufmerksam wo in unserem Alltag überall Brücken vorkommen:  Zahnbrücke, Schiffsbrücke, Teppichbrücke, Brückentag … Brücken sind und waren immer ein wichtiges Symbol.  Brücken verbinden, überwinden Abgründe, öffnen den Weg. Brücken verkürzen die Wege zwischen den Menschen.

Es gibt zahlreiche Beispiele, wo Brücken verbinden und etwas überbrücken. Manchmal erfordert es auch Mut, eine Brücke zu betreten. Damit Brücken tragfähig bleiben, müssen sie ständig gewartet und gepflegt werden. Andernfalls zerbrechen sie und bringen Unglück.

Genau wie bei diesen Brücken gibt es Brücken bei uns Menschen in den alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen. Die erste „Brücke“ ist schon die Nabelschnur. Sie verbindet die Mutter mit dem neuen Leben.  Menschliche Brücken sind sensibler, sie ermöglichen Begegnungen, wenn mutig der erste Schritt getan ist. Es sind „Brücken“ die zwischen den Menschen Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten überwinden, die  Hilfe geben, Würde wiederherstellen, Dialog ermöglichen. In unserem Glauben ist Jesus die Brücke zu Gott.

Der Papst ist durch sein Amt der größte „Brückenbauer“ zwischen den Menschen. Auch unser künftiger Bischof Bertram Maier möchte „Brückenbauer“ sein. Notwendig ist es für uns alle, Brücken zu vertrauen, sie zu hegen und zu pflegen, denn: Leben heißt Brücken schlagen über Ströme die vergehen!

Rosina Beer, KLB Neu-Ulm