20 Jahre Bruder-Klaus-Bildstock

Donnerstag, 19. September 2019

Ein sichtbares Zeichen ihres Patrons wollten die Verantwortlichen vom Katholischen Landvolk im Dekanat Schwabmünchen haben. So entstand vor 20 Jahren der Bruder-Klaus-Bildstock zwischen Schwabmünchen und Hiltenfingen. Die Standortfrage ergab sich natürlich nicht von heute auf morgen. Es wurden mehrere Standorte diskutiert. Doch dann gab es diese Lösung, ein Vorschlag des damaligen Vorsitzenden Stefan Kugelmann an die Stadt Schwabmünchen.

Entworfen hat den Bildstock Architekt Gerhard Birkle aus Schwabmünchen. Eine Arbeitsgruppe vom Kath. Landvolk hatte ihn seinerzeit erstellt.

Dem zwanzigjährigen Jubiläum des Bildstocks zu Ehren wurde ein Gedenkgottesdienst im Freien abgehalten. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst durch eine Gruppe des Musikvereins Schwabmünchen.

In seiner Predigt verwies Landvolkpfarrer Hubert Ratzinger auf den Weg des Heiligen. Er war Bauer, Offizier und Richter. Mit 50 Jahren spürte er Gottes Ruf. Seine Frau gab ihn frei. Er wollte ins Elsass gehen, aber auf dem Weg dorthin im Liestal riet ihm ein Bauer davon ab: Er solle zurück in den Ranft.

In der Nacht schlief er auf freiem Feld und sah einen weißen Turm, der Himmel und Erde verbindet – eine Vision, die er schon mit 16 Jahren gehabt hatte. Dann sah er einen feuerroten Himmel wie in Flammen und meinte, in seinem Inneren werde alles umgedreht. Von dieser Stunde an brauchte er keine Nahrung mehr. Ratzinger verwies weiter auf den großen Gegensatz zwischen Armut und Reichtum auch in der damaligen Zeit. Bei der Landshuter Hochzeit im Jahre 1475 wurden allein Unsummen für Abführmittel ausgegeben. Da stellt der Hl. Bruder Klaus mit seiner Bedürfnislosigkeit wirklich eine Alternative dar. Heute steht uns deutlich vor Augen, dass unsere Verschwendungssucht unseren Planet ruiniert. Somit hat der Hl. Bruder Klaus uns auch heute viel zu sagen. Menschen werden materielle Güter schonen können, wenn sie sich von Gott geliebt wissen, wenn sie, wie Bruder Klaus, durch ihre Beziehung zu Gott den inneren Frieden finden.  Dieser Ort hier soll uns helfen, dass der Funke Gottes in uns brennt und weiter hilft, das Notwendige zu tun.

Der Bildstock soll uns helfen, dass der Funke Gottes in uns brennt und weiter hilft, Frieden zu stiften und das Notwendige zu tun.

Zum Schluss bedankte sich Landvolkvorsitzender Hans Stegmann bei allen Mitwirkenden und Helfern für die regelmäßige Pflege.

 

Hermann Distler, Wehringen